Villa Neukölln

Über das Projekt
Die Villa Neukölln ist ein Kultur- und Veranstaltungsort in der Hermannstraße in Berlin-Neukölln. In den Räumen eines ehemaligen Lichtspielhauses finden Konzerte, Partys, Lesungen und weitere kulturelle Veranstaltungen statt. Das Programm wird gemeinsam mit der lokalen Szene entwickelt und richtet sich an ein vielfältiges Publikum.

Ausgangslage
Die Villa Neukölln wurde 2012 eröffnet und entwickelte ihr Kulturprogramm in den folgenden Jahren kontinuierlich weiter. Mit zunehmendem Veranstaltungsbetrieb kam es jedoch zu Beschwerden aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Besonders problematisch waren Schallübertragungen über die Bausubstanz, da sich die Veranstaltungsräume in einem Wohnhaus befinden.
Ab 2018 musste das Programm deshalb deutlich eingeschränkt werden. Veranstaltungen mit Livemusik oder DJs konnten nur noch in begrenztem Umfang stattfinden. Ziel der Schallschutzmaßnahmen war es, das Kulturprogramm wieder ausbauen zu können, ohne die Nachbarschaft zu belasten.

Maßnahmen

1. Dämmung von Wänden und Decken
Die Innenwände und Träger im Veranstaltungssaal wurden mit Vorsatzschalen versehen. Auch die Zwischendecke wurde schalltechnisch verbessert.

2. Entkopplung der Bühne
Die Bühne wurde baulich vom übrigen Gebäude entkoppelt, um die Übertragung von Schall und Vibrationen in die angrenzenden Gebäudeteile zu verringern.

3. Neue Fenster
Zusätzlich wurden neue Fenster eingebaut, um weitere Schwachstellen in der Schallübertragung zu schließen.

Ergebnis
Die Baumaßnahmen wurden weitgehend umgesetzt. Im Anschluss konnte die Villa Neukölln ihr Kulturprogramm wieder schrittweise ausbauen. Seit der Wiederaufnahme des Betriebs wurden bislang keine verstärkten Lärmbeschwerden festgestellt. Eine abschließende Bewertung ist laut Sachbericht jedoch noch nicht möglich, da sich die Situation mit der Nachbarschaft über einen längeren Zeitraum beobachten soll und eine weitere Messung vorgesehen ist.
Die vollständige Schalldämmung des Gebäudes konnte mit dem vorhandenen Budget nicht umgesetzt werden. Während der Bauarbeiten wurden zudem weitere schalltechnische Schwachstellen sichtbar. Für deren Bearbeitung besteht weiterhin Förderbedarf.