TRESOR / GLOBUS FLOOR

Über das Projekt
Der Tresor wurde 1991 in den ehemaligen Tresorräumen des Wertheim-Kaufhauses an der Leipziger Straße eröffnet und gehört zu den prägenden Orten der Berliner Technokultur. Seit 2007 befindet sich der Club im ehemaligen Heizkraftwerk in der Köpenicker Straße. Der industrielle Charakter des Gebäudes prägt den Club bis heute.
Ausgangslage
Aufgrund zunehmender Beschwerden und Anzeigen aus der Nachbarschaft beteiligen sich die Betreibenden seit 2013 regelmäßig an einem Runden Tisch mit verschiedenen Akteur:innen aus der Nachbarschaft.
Mit der Zeit wurde deutlich, dass weitere Schallschutzmaßnahmen notwendig waren. Deshalb wurde 2018 ein Antrag beim Schallschutzfonds gestellt.
Maßnahmen
1. Umlaufende Absorptionsfläche
Auf dem Globus-Floor wurde eine umlaufende, speziell für den Raum entwickelte Absorptionsfläche eingebaut. Darin wurden speziell auf die räumlichen Bedingungen abgestimmte modale Schallabsorber integriert. Die Konstruktion und die sichtbare Gestaltung stellten dabei besondere Anforderungen.
2. Neuausrichtung der Beschallungsanlagen
Die Beschallungsanlagen wurden neu ausgerichtet und gezielter auf die gewünschten Bereiche fokussiert. Dadurch konnte die Beschallung innerhalb der Tanzbereiche gleichmäßiger und gezielter gestaltet werden.
3. Bauliche und gestalterische Integration
Für die planerische und bauliche Integration der Schallabsorber in den Globus wurde das Architekturbüro UNDPLUS einbezogen. Die Schallschutzmaßnahmen wurden von Audiophil Berlin umgesetzt.

Ergebnis
Die Druckverhältnisse an den Begrenzungsflächen, den Treppenaufgängen sowie in den Zugangs- und Eingangsbereichen konnten deutlich gemindert werden. Auch in der angrenzenden Kraftwerkshalle, die als Veranstaltungsort genutzt wird, ist die Schallabstrahlung im Vergleich zur vorherigen Situation deutlich geringer.
In den Tanzbereichen ist die Beschallung durch die Akustik- und Schallschutzmaßnahmen sowie die Neuausrichtung der Anlagen homogener und fokussierter. Dadurch kann das Publikum der künstlerischen Darbietung auch bei einem geringeren Schalldruckpegel gut folgen.
