RSO (Revier Südost)

Über das Projekt
Das RSO befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Bärenquell-Brauerei in Berlin-Niederschöneweide. Die denkmalgeschützte Brauereianlage wurde ab 1882 errichtet und prägt mit ihren historischen Backsteinbauten bis heute den Ort. Seit 2020 wird das Gelände vom Team der ehemaligen Griessmühle als neuer Kultur- und Veranstaltungsort genutzt

Ausgangslage
Der Außenbereich des RSO wurde im September 2020 eröffnet. Bis zum Tanzverbot Anfang November kam es zu massiven Beschwerden aus der Nachbarschaft über Lärm.
Bereits vor der Eröffnung wurde die Beschallungsanlage von Kirsch Audio eingestellt. Im tieffrequenten Bereich wurde dabei mit Auslöschung und gerichteter Beschallung gearbeitet, um unerwünschten Schall möglichst gering zu halten. Die Firma FA Lütronic ermittelte die maßgeblichen Immissionsorte und stellte die Anlage nach den geltenden Richtlinien ein.
Trotz dieser Maßnahmen und der korrekten Einpegelung gingen die Beschwerden weiter. Es folgten fast wöchentliche Nachmessungen. Diese bestätigten, dass die von der Beschallungsanlage verursachten Emissionen die geltenden Grenzwerte einhielten. Auch nachdem das Umweltamt die Anwohnenden darüber informiert hatte, gingen die Beschwerden nicht zurück.

Maßnahmen

1. Verbesserter aktiver Schallschutz
Gemeinsam mit Kirsch Audio wurde ein neues Konzept für den aktiven Schallschutz entwickelt. Ziel war es, unerwünschte Schallemissionen über das gesamte Frequenzspektrum möglichst weitgehend auszulöschen und den Schall gezielter zu richten.

2. Kardioidlautsprecher
Für den Bass- und Mitteltonbereich wurden Kardioidlautsprecher eingesetzt. Die Kardioidbasslautsprecher wurden in zwei Reihen angeordnet. Dadurch kann der Schall seitlich und nach hinten stärker ausgelöscht werden. Die rückwärtige Auslöschung wird durch die Anordnung in zwei Reihen zusätzlich verstärkt.

Ergebnis
Mit dem neuen Beschallungskonzept sollte die Schallausbreitung gezielter gesteuert und insbesondere in Richtung der Nachbarschaft weiter begrenzt werden. Die zweireihige Anordnung der Kardioidbasslautsprecher verstärkt dabei die rückwärtige Auslöschung.