ÆDEN

Über das Projekt
Den Club Burg Schnabel auf der Lohmühleninsel gibt es seit 2016. 2021 wurde der Club unter dem Namen ÆDEN neu ins Leben gerufen. Open-Air-Veranstaltungen sind ein wichtiger Teil des Clubs und waren während der Corona-Beschränkungen zeitweise die einzige Möglichkeit, überhaupt wieder zu öffnen.

Ausgangslage
Tanzveranstaltungen am Tag prägen die Identität des Clubs und sind wichtig für die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Gleichzeitig fühlten sich Anwohnende am Heckmannufer durch die Open-Air-Veranstaltungen gestört und beschwerten sich beim Umweltamt oder riefen die Polizei.
Trotz mehrerer Treffen mit der Nachbarschaft und des regelmäßigen Austauschs mit dem Umweltamt konnte mit der damaligen, begrenzten Musikanlage keine passende Lautstärke zum Tanzen erreicht werden. Auch die vorhandenen Flächen, an denen der Schall zurückgeworfen wurde, erschwerten die Situation.

Maßnahmen

1. Schallschutzwand
Zwischen dem Open-Air-Floor und dem restlichen Außenbereich wurde eine 15 × 6 Meter große Schallschutzwand errichtet. Sie soll den sich kegelförmig ausbreitenden Schall vor allem schräg nach oben in Richtung der beschwerdeführenden Anwohnenden abschirmen. Die Wand wurde zweifach gedämmt und auf beiden Seiten mit einer Schalldämmmatte versehen.

2. Schallschleusen
Zwischen dem Open-Air-Floor und dem restlichen Außenbereich wurden zwei Schallschleusen errichtet.

3. Neue Beschallungsanlage
Es wurde eine neue Nahfeld-Beschallungsanlage mit einer 2 × 4-Punkt-Anordnung angeschafft und installiert. Zum Einsatz kommt eine Anlage vom Typ KV2 ESD 10.

4. Tieftonbeschallung
Zusätzlich wurden vier KV2 ESD Bässe angeschafft und in einer sogenannten Endfire-Anordnung aufgestellt.

Ergebnis
Durch die Maßnahmen konnte die Lautstärke auf der Tanzfläche tagsüber um fast 16 dB erhöht werden. Dadurch konnte ein Open-Air-Floor etabliert werden, auf dem sowohl DJs als auch Bands verschiedener Genres auftreten. Trotz des höheren Schall-Outputs konnten die Beschwerden der Anwohnenden vollständig beseitigt werden.