Kunstkneipe Schmetterling

Über das Projekt
Die Kunstkneipe Schmetterling liegt in der Ohlauer Straße in Berlin-Kreuzberg und verbindet Bar, Musik und Kunst. Der Ort wurde als Treffpunkt der Berliner Kunst- und Literaturszene beschrieben und ist Teil der lebendigen Kneipen- und Kulturlandschaft rund um das Paul-Lincke-Ufer.

Ausgangslage
Ab Mai 2024 kam es zu Lärmbeschwerden eines neu eingezogenen Nachbarn im ersten Stock direkt über den Räumlichkeiten. Das Team versuchte zunächst selbst, den Betrieb leiser zu gestalten: Es wurden Schallwände und schalldämpfende Materialien eingesetzt, die Lautsprecheranlage angepasst und Frequenzen neu abgestimmt. Zusätzlich wurden Öffnungszeiten und Gästekapazität reduziert. Trotzdem gingen weitere Beschwerden ein und die Polizei schloss den Betrieb mehrfach.
Eine dauerhafte Lösung war mit diesen Einschränkungen nicht möglich. Deshalb wurde eine umfassende bauliche Schallisolierung der Räume umgesetzt.

Maßnahmen

1. Neue schallgedämmte Decke
Die bestehende Decke wurde vollständig zurückgebaut und durch eine gedämmte und entkoppelte Konstruktion ersetzt. Zum Einsatz kamen spezielle Akustik-Deckenaufhängungen, schalldämmende Isolierung und zwei Lagen schalldichter Gipskartonplatten.

2. Neue gedämmte Wände
Vor den bestehenden Mauerwerkswänden wurden zusätzliche gedämmte Wände errichtet. Dadurch entstand akustisch gewissermaßen ein neuer Raum innerhalb der bestehenden Räume.

3. Anpassungen an den Fenstern und Brandschutz
Während der Bauarbeiten waren zusätzliche Maßnahmen im Bereich der vorderen Fensterläden notwendig, um die neue Konstruktion mit den Brandschutzvorgaben in Einklang zu bringen.

Ergebnis
Die Maßnahmen zeigen eine deutliche Wirkung. Seit dem Umbau gingen keine Beschwerden mehr ein. Auch die Akustik im Raum hat sich spürbar verbessert: Der Nachhall ist deutlich geringer und die Geräuschentwicklung verstärkt sich im Laufe des Abends weniger. Das Umweltamt stellte bei eigenen Messungen fest, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten wurden, und stellte das Verfahren wegen der Lärmbelästigung ein. Auch die Polizei musste seit dem Umbau nicht mehr wegen des Betriebs einschreiten.
Die Umsetzung war mit einer einmonatigen Schließung verbunden. Der Betrieb wurde im April 2025 für die Bauarbeiten geschlossen und am 1. Mai 2025 wiedereröffnet.