Gretchen

Über das Projekt
Das Gretchen befindet sich seit 2011 auf dem sogenannten Dragonerareal in Berlin-Kreuzberg. Das 4,7 Hektar große Gelände wird von einem ehemaligen Kasernenstandort zu einem neuen Stadtquartier entwickelt. Mit der geplanten Wohnbebauung in direkter Nachbarschaft wurde auch die Frage des Schallschutzes für den Club zu einem wichtigen Thema.

Ausgangslage
Mit der heranrückenden Wohnbebauung mussten Maßnahmen getroffen werden, um mögliche Schallkonflikte zu vermeiden und die zulässigen Emissionswerte einzuhalten. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen wurde deshalb vereinbart, am Gretchen Schallschleusen einzubauen. Im Rahmen des Projekts wurde eine Schallschleuse vor einem der Eingänge umgesetzt.

Maßnahmen

1. Schallschleuse am Eingang
Vor einem der Eingänge wurde eine Schallschleuse errichtet. Sie schafft einen zusätzlichen abgeschirmten Bereich zwischen Innen- und Außenraum und verhindert, dass beim Öffnen der Eingangstür zu viel Schall nach außen gelangt.

Ergebnis
Die Schallschleuse ermöglicht es, den Gästen weiterhin Zugang zum Außenbereich zu gewähren, ohne dass durch das Öffnen der Tür die zulässigen Emissionswerte überschritten werden. Gleichzeitig wurde damit eine Auflage im Rahmen des Bebauungsplans erfüllt.

Die Umsetzung verzögerte sich zunächst, da nach Baubeginn eine Umplanung der Schallschleuse notwendig wurde. Außerdem wurde beim Aufbrechen des Asphalts eine alte Kopfsteinpflasterstraße entdeckt, die zunächst von den Denkmalschutzbehörden untersucht werden musste. Materialknappheit und lange Lieferzeiten führten zu weiteren Verzögerungen.