Cassiopeia

Über das Projekt
Das Cassiopeia ist seit 2005 ein Club und eine Konzertlocation auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain. Dort finden Konzerte, Partys und unterschiedliche musikalische Veranstaltungen statt.

Ausgangslage
Im Cassiopeia gab es verschiedene Schwachstellen beim Schallschutz. Im großen Konzertraum führten insbesondere die Wandflächen und die zum RAW-Gelände gelegene Außentür zu einer Übertragung von Schall und Vibrationen in die Gebäudestruktur. Auch der Austritt der Lüftungsanlage sowie Fensterflächen im ersten Obergeschoss waren schalltechnisch problematisch.
Im kleinen Konzertraum bestand ebenfalls Verbesserungsbedarf bei den Wandflächen, der Tür zum Außenbereich sowie den Anlagen für Be- und Entlüftung.

Maßnahmen

1. Schallabsorption im großen Konzertraum
Die Wandflächen hinter der Bühne und in Richtung der Beschallungsanlage wurden mit speziell auf den Raum abgestimmten Absorbern ausgestattet, die auch tieffrequenten Schall aufnehmen. Zusätzlich wurde eine gedämmte Vorsatzschale vor der Wand zum RAW-Gelände installiert.

2. Schallschutz an Türen und Lüftung
Die zum RAW-Gelände gelegene Außentür wurde durch eine Schallschutztür ersetzt und die bestehende Schallschleuse verbessert. Auch für den Austritt der Lüftungsanlage wurde eine Schallschleuse eingerichtet.

3. Gerichtete Beschallung
Im großen Konzertraum wurde eine auf den Raum abgestimmte, gerichtete Beschallungsanlage installiert. Dadurch wird das Publikum gezielter beschallt und der Schall fokussierter in den Raum gelenkt.

4. Maßnahmen im kleinen Konzertraum
Die Wand in Richtung der Beschallungsanlage wurde mit einem vollflächigen Absorber ausgestattet. Zusätzlich wurden eine Schallschutztür zum Außenbereich und Schallschleusen für die RWA sowie die Be- und Entlüftungsanlage installiert. Die Beschallungsanlage wurde neu ausgerichtet und akustisch vermessen.

5. Schallschutz im 1. Obergeschoss
Eine vorhandene Fensterfläche im ersten Obergeschoss, die eine erhebliche Schwachstelle darstellte, wurde ausgemauert.

Ergebnis
Die Maßnahmen führten zu einer deutlichen Minderung der Schallemissionen. Durch die gerichtete Beschallung wird der Schall gezielter auf das Publikum ausgerichtet; außerdem können im großen Konzertraum auch Veranstaltungen mit geringeren Schalldruckpegeln durchgeführt werden. Seit der Umsetzung gab es laut Sachbericht keine Beschwerden mehr. Auch aus der Nachbarschaft und dem angrenzenden Bürotrakt wurde von einer deutlichen Verbesserung berichtet.

Eine ursprünglich geplante weitere Schallschutztür konnte wegen Lieferengpässen nicht umgesetzt werden. Stattdessen wurden zusätzliche Absorber installiert, um die Gebäudestruktur noch besser vor Vibrationen zu schützen.