Arkaoda

Über das Projekt
Arkaoda wurde ursprünglich in Istanbul gegründet und eröffnete 2018 seine Berliner Dependance am Karl-Marx-Platz in Neukölln. Der Club steht für musikalische Vielfalt und experimentelle Klänge und verbindet Konzerte, DJ-Sets und Clubnächte. Von Post-Punk und Krautrock über Dub und Ambient bis zu elektronischer Musik bietet Arkaoda Raum für unterschiedliche musikalische Szenen und künstlerische Ausdrucksformen.

Ausgangslage
Während der Veranstaltungen kam es zu Beschwerden einer Mieterin in der angrenzenden Remise. Ursache war vor allem tieffrequenter Körperschall: Die tiefen Frequenzen wurden über die bauliche Konstruktion der Venue auf das mit ihr verbundene Nachbargebäude übertragen. Ziel war es, diese Übertragung zu unterbinden und damit die Beschwerden aus der angrenzenden Wohnung zu vermeiden.

Maßnahmen

1. Bauliche Trennung der Gebäude
Die Venue, die Kegelhalle und die angrenzende Remise wurden baulich voneinander getrennt. Dafür wurden die bestehenden Verbindungen zwischen den Gebäuden umfassend aufgetrennt – vom Fundament und der Bodenplatte über Wände und Träger bis unter das Fundament.

2. Entkopplung von Boden und Tragwerk
Das Fundament wurde im Bereich der Trennung entfernt und mit einer neuen Trennfuge wiederhergestellt. Auch die Bodenplatte wurde mit einer breiten Fuge aufgeschnitten. Die notwendigen Träger wurden auf Sylomer gelagert, um die Übertragung von Körperschall weiter zu unterbrechen.

Ergebnis
Die Bauarbeiten waren aufgrund der rund 100 Jahre alten Bausubstanz aufwendiger als zunächst absehbar. Die genaue Lage und Ausführung von Fundamenten, Wänden und Tragwerk war nicht vollständig bekannt, sodass die Planung mehrfach angepasst werden musste. Dadurch verzögerte sich die Fertigstellung und es entstanden Mehrkosten.
Der Umbau konnte dennoch abgeschlossen und das Problem der Körperschallübertragung gelöst werden. Die Beschallungsanlage wurde anschließend neu eingepegelt. Seit der Wiederaufnahme des Betriebs kann Arkaoda wieder im tieffrequenten Bereich beschallen, ohne dass es zu Beschwerden der betroffenen Mieterin kommt. Damit konnte der weitere Betrieb der Venue gesichert werden.