PRACHTWERK
Über das Projekt
Prachtwerk ist ein Kultur- und Veranstaltungsort in Berlin-Neukölln. In dem ehemaligen Fabrikgebäude finden regelmäßig Konzerte, Partys und weitere Veranstaltungen statt. Mit mehr als 100 Konzerten im Jahr ist Prachtwerk ein etablierter Ort für Live-Musik in Neukölln.
Ausgangslage
Da das Gebäude sowohl für Wohn- als auch für Gewerbezwecke genutzt wird, kam es wiederholt zu Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen Lärmbelästigung. Besonders das Öffnen der Fenster während Veranstaltungen sowie Schall und Vibrationen aus dem Bühnenbereich wurden als problematisch festgestellt.
Ziel war es, den Schallschutz zu verbessern und gleichzeitig einen funktionierenden Veranstaltungsbetrieb zu ermöglichen. Dafür wurden sowohl bauliche als auch organisatorische Maßnahmen umgesetzt.
Maßnahmen
1. Neues Belüftungssystem
Ein neues Belüftungssystem wurde installiert, damit die Fenster während der Veranstaltungen geschlossen bleiben können. So kann der Veranstaltungsraum ausreichend belüftet werden, ohne zusätzlichen Schall nach außen gelangen zu lassen.
2. Schallschutzvorhänge
Vor den relevanten Fenstern wurden Schallschutzvorhänge angebracht. Sie reduzieren den Schallaustritt nach außen und verbessern den Schallschutz des Veranstaltungsraums.
3. Vibroisolation im Bühnenbereich
Im Bühnenbereich wurden Maßnahmen zur Vibroisolation umgesetzt. Dadurch wird die Übertragung von Vibrationen und Körperschall auf die Gebäudestruktur reduziert.
Ergebnis
Die umgesetzten Maßnahmen haben zu einer deutlichen Verbesserung der Schallsituation beigetragen. Das neue Belüftungssystem ermöglicht es, die Fenster während des Veranstaltungsbetriebs geschlossen zu halten. Die Schallschutzvorhänge reduzieren zusätzlich den Schallaustritt nach außen, während die Vibroisolation die Übertragung von Vibrationen und Körperschall im Gebäude verringert.
Seit der Umsetzung sind Beschwerden aus der Nachbarschaft deutlich seltener geworden. Nicht alle ursprünglich geplanten Maßnahmen konnten im Rahmen des Projekts umgesetzt werden. Eine zusätzliche Schallschutztür sowie Maßnahmen an der Surround-Beschallung sollen daher zu einem späteren Zeitpunkt weiterverfolgt werden.
